PetCrew e.V.

 

Tierschutz zu jeder Zeit


Wie ist es eigentlich in Rumänien? Was machen die Helfer vor Ort? Wie erfahren wir von Tieren, die unsere Hilfe benötigen? Was passiert bis zum Zeitpunkt ab dem wir euch unsere Schützlinge zeigen? Welche Projekte haben wir?
Diese und noch viele weitere Fragen stellt sich bestimmt der/die ein/e oder andere. Um euch „hinter die Kulissen“ mitzunehmen, werden wir nun immer wieder darüber berichten und euch natürlich auch mit Videos und Fotos versorgen 😉


14.04.2022

Was ist heute passiert?
Alina war auf dem Weg nach Cluj. Eigentlich ein ganz gewöhnlicher Tag, sie wollte in die Uni. Auf dem Weg dorthin ist ihr ein herrenloser Welpe aufgefallen. Natürlich hat sie ihn nicht ignoriert. Das Fell war dreckig und stumpf.
Das junge Hundemädchen kam direkt zu ihr und  begleitete sie mit in die Uni, was keine Selbstverständlichkeit ist, aber zurücklassen war absolut keine Option. Was das kleine Mädchen zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, durch Alinas aufmerksame Augen hat es, sobald es ausreisefertig ist, die Chance auf ein wundervolles Hundeleben in einer liebevollen Familie ♥️ Ein Leben auf der Straße bleibt dem Welpenmädchen somit zum Glück erspart.

15.04.2022

Heute zeigen wir euch Aladin.
Wie kam er eigentlich in unsere Vermittlung?
Unsere liebe Tierschützerin Cami war auf dem Weg zum Shelter. Dabei merkte sie sie wird verfolgt. Ihr persönlicher Verfolger an diesem Tag war Aladin 😁 Aladin folgte ihr über 2 km, ohne Halsband, ohne Leine, er lief einfach mit ihr mit. Zu jeder Zeit hatte er die Möglichkeit umzudrehen oder wegzugehen und in der weiten Natur Rumäniens zu verschwinden. Er entschied sich jedoch dafür Cami zu folgen und gab ihr sein Vertrauen, dass ihm nicht wehgetan wird. Ein schlaues Kerlchen eben 😉
Als er kurz vor dem Shelter das Gebell hörte,  hielt er für einen kurzen Moment inne. Auch hier hätte er Cami verlassen können, aber nein...Aladin blieb bei ihr und ging mit ihr durch das Sheltertor.
Cami stellte uns Aladin vor und wir gaben ihr und ihm unser Versprechen ein wundervolles Zuhause für ihn zu finden 🥰
Wir wünschen uns für ihn, dass er wieder durch das Sheltertor gehen kann, aber diesmal in Richtung eigenes Zuhause mit liebevollen Menschen ♥️


17.04.2022

Heute zeigen wir euch eine liebevolle Hündin, die mit ihren Welpen unter Kartons und Folien in einer Kuhle lag. Dies war der einzige Schutz vor Schnee und dem eisigen Winter. Dank einer sehr aufmerksamen Person, die verzweifelt und hilfesuchend unsere Monika anrief, konnte die kleine Familie gesichert werden und auf eine Pflegestelle ziehen.
Eine Pflegestelle zu finden ist nicht immer einfach, schlussendlich hat dies aber geklappt und die Familie war in Sicherheit.
Die Mutter und ihre 4 Welpen sind wohlauf, sie entwickeln sich alle ganz toll und sehr bald werden wir euch alle 5 vorstellen.
Wir wünschen uns für die Welpen sowie für die liebe Mama ganz wundervolle Menschen und eine großartige Zukunft ♥️


 

24.04.2022

Mit dem heutigen Post beantworten wir sehr gerne Fragen von Interessierten Followern, die mehr über uns, unsere Arbeit, die Menschen vor Ort und natürlich unsere Schützlinge erfahren möchten.
Folgendes wurde gefragt:
„Ich würde gerne mal sehen, wo die Hunde genau leben bevor sie nach Deutschland kommen. Wie werden sie dort gehalten, von wem versorgt. Wie sieht so ein Alltag für einen Hund der gefunden wird aus?“

Hier möchten wir kurz weiter ausholen:
Wie kommen die Hunde eigentlich an den Ort, an dem sie leben, bevor sie nach Deutschland kommen?
- In die öffentlichen Sheltern wird der Großteil der Hunde durch Hundefänger gebracht. Sie sehen Hunde auf der Straße in deren Wirkungskreis und fangen diese ein. Nun gibt es „klassische“ Straßenhunde, die sich schwer einfangen lassen und es gibt den Menschen sehr zugewandte Hunde, die bspw. ausgesetzt wurden, die sich dabei erstmal nichts Böses denken und mitkommen und es gibt die Welpen, die am Straßenrand, in Mülltonnen usw. entsorgt wurden. Die Hunde werden von den Hundefängern im Shelter abgegeben. Für den gefangenen Hund bedeutet ein Shelter die Endstation. Ohne Vermittlung wird er diesen Ort nicht mehr verlassen…
- Privatpersonen geben ihre Hunde ebenfalls im Shelter ab. Die Gründe sind vielseitig, ein Blumenbeet was zertrampelt wurde, ein Umzug, keine Lust mehr, verliert Haare, Auswanderung, erledigt sein Geschäft im Garten oder Haus etc.
Nun, Abgaben sind uns hier auch nicht fremd. Die Bedingungen jedoch sehr. Ein Shelter bedeutet Zwinger und ausharren, durchhalten und hoffen auf ein Zuhause.
-Tierschützer bringen Hunde dort ebenfalls hin, präferiert ist eine Pflegestelle, diese sind jedoch rar. Die Tierschützer bringen die Hunde hin, die eben nicht das Leben auf der Straße gewählt haben, sodass sie zumindest in Sicherheit sind, Futter und Wasser bekommen und medizinische Versorgung. Meist sind dies sehr dünne und abgemagerte Hunde, die dem Menschen zugewandt sind und das harte Leben auf der Straße nicht lange überleben würden. Man könnte sagen , dass es der letzte verzweifelte Ausweg ist den Hund zu retten, ihm zu helfen und ihn baldmöglichst in einem Zuhause zu sehen.
- Pflegestellen sind so unglaublich wertvoll, sei es im Ausland oder hier bei uns. Die Pflegestellen nehmen die Hunde bei sich auf und behalten diese bestenfalls bis zu ihrer Ausreise in ihrer Obhut. Gerade für die Welpen, die eben noch kein tolles Immunsystem haben, bedeutet ein Shelter anfangs noch ohne Impfschutz der sichere Tod. Daher werden die Welpen und Mütter in Pflegestellen gegeben, um ihr Überleben zu sichern. Wie oben geschrieben, Pflegestellen sind rar und die erneute Suche Pflegestellen aufzubauen beginnt immer wieder.
Wie leben die Hunde nun dort, bevor sie nach Deutschland kommen? Wie sieht der Alltag aus und wer kümmert sich eigentlich um die Hunde?
-Im Public Shelter Baia Mare leben generell sehr viele Hunde, zwischen 300 und 400 Hunden. Daher setzen wir uns immer und immer wieder für Kastrationen ein 😉 der Alltag ist eine unheimliche Lautstärke, was kein Wunder ist bei so einer Menge an Hunden, trinken, fressen und mit den Zwingergenossen warten, bis der lang ersehnte Tag der Ausreise kommt. Dank fortschrittlicher Arbeit werden mittlerweile Zwinger nicht wahllos belegt, man achtet drauf welche Hunde sich sympathisch sind und nicht ans Fell wollen…ja, es gab auch andere Zeiten. Ab und an dürfen sich die Hunde auch kurz die Beine außerhalb des Zwingers vertreten.
- Im alten Pipo Shelter Bistrita ist es ruhiger, das liegt auch daran, dass dies kein öffentliches Tierheim ist, sondern durch uns Tierschützer entstand. Dort leben die Hunde ebenso in Zwingern, sie haben täglich Freilauf und gehen auch kleine Gassirunden. Das ist dort möglich, da auf die Helfer weniger Hunde kommen, im Schnitt 30. Ein kleiner Verweis auf unseren Post zum neuen Pipo Shelter.
- Die Pflegestellen in Bistrita und Baia Mare nehmen regelmäßig Hunde auf, besonders kleine Hunde, die im Shelter schnell unterdrückt werden können, kranke Hunde oder welche, die aktuell in Behandlung sind oder genesen müssen sowie Welpen und Mütter. Die Hunde leben dort teils im Haus und kuscheln auf dem Sofa und teils draußen oder in einem separaten Bereich.

Zusammenfassend lässt sich sagen, im Shelter sind sie erstmal in Sicherheit, die Bedingungen sind nicht optimal und auch eine Pflegestelle ersetzt kein endgültiges Zuhause. Jeder Beteiligte gibt jedoch alles, um den Hunden den Aufenthalt so angenehm wie nur möglich zu machen, mit den Mitteln die vorhanden sind.
Die Versorgung der Hunde wird von unseren rumänischen Tierschutzfreunden übernommen. In sehr enger Zusammenarbeit mit uns schauen wir stets was wir verbessern können, wo wir helfen können und natürlich wäre ohne euren Rückhalt und eure Unterstützung all das nicht möglich ♥️ Alleine erreicht man im Tierschutz nichts, das kann nur funktionieren, wenn viele tierliebe Menschen ihren Teil dazu beitragen und das auf jede mögliche Art und Weise.
In Baia Mare kümmert sich Cami und Monika um die Hunde, sie retten Hunde aus misslichen Lagen, sie gehen mit ihnen zum Tierarzt, bereiten die Dokumente vor, kümmern sich darum, dass die Hunde reisefertig sind. Übrigens, die tollen Bilder aus Baia Mare haben wir Cami zu verdanken ☺️ sie geben sich mit den Hunden ab, streicheln sie, reden mit ihnen. Kurz sie kümmern sich liebevoll um all die lieben Seelen.
In Bistrita haben wir unseren Paul, der Fotos macht, füttert, Zwinger putzt, sich mit den Hunden beschäftigt. Die liebe Simona spielt mit ihnen, beaufsichtigt sie im Freilauf, geht gemeinsam mit Paul kurze Gassirunden mit den Hunden. Toni, Alina und Team kümmern sich um die Dokumente und die medizinische Versorgung und auch hier findet das Team immer wieder Hunde in misslicher Lage. Wir haben immer noch den Feuerwehreinsatz im Kopf, da ein Hund im Schacht entsorgt wurde, zurückgelassen um zu sterben. Kurzes Aufatmen, er lebt in Deutschland ein glückliches Hundeleben 🥰 oder die Welpen, die im Feld ausgesetzt wurden, noch ein bisschen Futter dazu hingeworfen, wird schon irgendwie gut gehen. Alina war vor Ort, es ist somit gutgegangen und alle leben hier glücklich. Paul, der nur an einer Tankstelle war, einer von drei Welpen wurde absichtlich überfahren, die anderen zwei konnte er retten, den Dritten nahm er mit, es konnte für ihn jedoch nichts mehr getan werden. Oder Cami, die nur auf dem Weg zum Shelter war und unser Aladin ihr einfach gefolgt ist und lieber in den Shelter ging als zurück auf die Straße. Monika, die ständig Anrufe erhält, Hund muss weg, Hunde gefunden, Hund verletzt….. wir könnten hier nun endlos weitermachen.
Bis hier hin gelesen? Freut uns 😉 denn abschließend möchten wir einfach nur DANKE sagen, danke für eure Treue und eure Unterstützung ♥️
Tierschutz ist keine Laune oder ein machen wir dann mal, Tierschutz ist ein Teil unseres Lebens, ein Teil des Lebens unserer rumänischen Tierschutzfreunde und das trotz dem anderen „normalen“ Leben, das wir leben.
Habt ihr auch Fragen an uns oder an unsere lieben Helfer vor Ort? Schreibt uns gerne in die Kommentare.
Die Bilder zeigen Hunde in den Sheltern und in Pflegestellen , wir denken es ist gut ersichtlich was wo ist 🤗

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27.04.2022

Von einem ganz gewöhnlichen Osterfest konnten unsere Tierschützer in Bistrita Rumänien nicht reden. Alina erhielt einen Anruf, dass eine Mutter mit ihren drei Welpen im Nirgendwo umherwandert. Die Vermutung liegt doch sehr nahe, dass sie auf Nahrungssuche für sich und ihre drei Welpen war.
Also gut, Ostereier wurden keine gesucht, dafür unsere vierbeinige Osterfamilie 😉
Die Mutter und ihre drei Welpen konnte sehr schnell gesichert werden und so fuhren sie im Anschluss in die Praxis von Toni zum Check.
Eine Pflegestelle fand sich für die kleine liebevolle Familie sehr schnell, so können sie Kraft tanken und mit den Kindern der Pflegestelle toben, eben bis sie ihre große Reise in ihre zukünftigen Familien antreten 🤩
Sobald die kleine Familie ausreisefertig ist, stellen wir euch alle einzeln hier vor, denn sie werden alle ein Zuhause suchen 😉
Ein ereignisreicher Ostertag für Zwei- und Vierbeiner mit einem Happy End 🐣

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