PetCrew e.V.

 

 Unser Blog


In unserem Blog möchten wir euch verschiedene Themen näher bringen, die immer wieder aufkommen wenn man einen Hund/eine Katze adoptiert. Wie läuft das eigentlich mit Hund und Kind? Was sollte ich für meinen Hund immer Zuhause haben? Und wie laste ich meinen Hund am besten aus?

Hier ein paar Tipps und Tricks. Viel Spaß beim Stöbern!


Es werden in Zukunft mehr Blogeinträge von Tina kommen. Sie ist Anästhesistin für Tiere und sie möchte etwas über die tiermedizinischen Aspekte schreiben.
Für diese Beiträge ein großes Dankeschön!

Da in einigen unserer Mischlinge auch ein Anteil Herdenschutzhund eingemischt sein kann,
stellen wir euch nach und nach typische rumänische Herdenschutzhunde vor. 

Ciobănesc Românesc Carpatin
• von FCI anerkannte Hunderasse
• Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
o Sektion 1: Schäferhunde
• Größe: Rüde 65 bis 73cm, Hündin 59 bis 67 cm Widerristhöhe
• Gewicht: ca. 35 bis 50 kg
• Lebensdauer: ca. 12 bis 14 Jahre
Verwendung: Hirtenhund, der seit Jahrhunderten von den rumänischen Schäfern in den Karpaten zur
Verteidigung der Herden eingesetzt wird und gleichzeitig ein ausgezeichneter Wachhund ist
Fell: Das Haar ist harsch, dicht und gerade. Die Unterwolle ist dicht und weich. Mit Ausnahme des Kopfes
und der Vorderseiten der Läufe, wo das Haar kurz ist und flach anliegt, ist der ganze Körper mit mäßig
langem Haar reich bedeckt. Am Hals, den Rückseiten der Läufe und der Rute ist das Haar länger; an diesen
Körperteilen ist überreiches Haar typisch. Die Farbe ist ein blasses Falb mit schwarzer Wolkung (Wolfsgrau)
in verschiedenen Tönen, oft an den Seiten heller und am oberen Teil des Körpers dunkler.1
Der Carpatin zeichnet sich durch seine Loyalität gegenüber seinem Besitzer und seiner Herde aus. Diese
Hingabe ist bedingungslos.
2 Bei einem Verlust seines Menschen oder seiner Herde leidet er sehr. Er wird als
würdevoll, ausgeglichen, mutig, wachsam und ruhig beschrieben.3 Bei Fremden kann er misstrauisch und
reserviert reagieren, jedoch nicht aggressiv.4 Der Carpatin ist nicht schwerfällig, er ist sportlich und
kraftstrotzend. Heute findet man den Carpatin immer öfter als Familien-, Haus- und Hofhund.5

Unsere Erfahrungen:

Der Carpatin ist ein ursprünglicher Arbeitshund, der eigenständig handeln kann, wenn er die Möglichkeit dazu
bekommt, also wenn er sich viel selbst überlassen und nicht gut sozialisiert wird. Er ist ein Hund, der lernfähig
ist. Innerhalb seines Territoriums kann er zu wachsamem Verhalten neigen, besonders in jungen Jahren.
Grundkommandos stellen für ihn absolut kein Problem dar. Bei seinen Bezugspersonen zeigt er sich anhänglich und freundlich, Fremden gegenüber kann er anfangs reserviert reagieren, jedoch nicht nach vorne gehend und aggressiv. Erwachsen und wirklich gereift ist er erst spät, mit ca. 3 Jahren. Er ist in ruhigeren und ländlicheren Gegenden besser aufgehoben als im Stadttrubel, dies kann ihn überfordern. Mischlinge mit einem Carpatin Anteil müssen nicht unbedingt ausgeprägtes Herdenschutzhundverhalten zeigen, sind es doch überwiegend Mischlinge, die aus vielen Rassen bestehen, dies darf nicht vergessen werden. Herdenschutzhunde haben von der Zucht aus eine hohe Toleranz, typisches Fehlverhalten wie das Stellen von Besuch, die Ignoranz gegenüber dem Besitzer, das Nichthören, usw. sind durch Erziehungsfehler entstanden, nicht durch einen prozentualen Anteil Herdenschutzhund in einem Mischling.
1 Vgl. VDH: www.vdh.de (Stand 07.07.22) 2 Vgl. ebenda (Stand 07.07.22) 3 Vgl. ebenda (Stand 07.07.22) 4 Vgl. Hundefunde: https://hundefunde.de (Stand 07.07.22) 5 Vgl. ebenda (Stand 07.07.22)

Schnittverletzung Pfote
Tina Schäfer
Wichtig ist zu Beginn das Ausspülen der Wunde. Hierzu ist es ratsam sterile Kochsalzlösung zu verwenden.
Falls man keine hat, eignet sich aber auch Leitungswasser. Am besten funktioniert das punktuelle Spülen
mit einer Spritze ohne Kanüle. Dabei kann man ruhig mit Druck in und auf die Wunde drauf spülen.
Achtung nicht jeder Hund macht das auch mit, Safety First - wenn der Hund sich zu sehr wehrt, dann bitte
davon ablassen. Eine Schnittverletzung kann auch ziemlich wehtun.
Einmal gereinigt muss die Wunde sauber und trocken bleiben. D.h. Verband und für draußen bei
schlechtem Wetter zusätzlich einen Schuh. Schlecken ist absolut verboten!!!!! Den Verband in den ersten
Tagen mind. 1x/Tag wechseln. Wenn alles trocken und sauber geblieben ist, reicht nur frisches
Verbandszeug und eine aseptische Salbe, spülen muss und sollte man nicht mehr. Der Wunde sollte man
jetzt Zeit zum Heilen geben. Bei heißem Wetter muss darauf geachtet werden, dass es kein Schwitzwasser
im Verband gibt. Hunde haben nur an den Pfoten Schweißdrüsen, wenn man dann die Luftzufuhr
verringert, kann es zu Fäulnis kommen. Bei Bedarf hier dann mehrfach den Verband am Tag wechseln.
Merke: Nässe, Feuchtigkeit, Dreck, die Zunge des Hundes sind bei offen Wunden absolut nicht erlaubt.

Wann muss ich zum Tierarzt:
🔸️bei großen Abwehrreaktionen
🔸️wenn es nicht heilt
🔸️Entzündungen
🔸️Schmerzen
🔸️sehr großen Wunden ggf. muss genäht werden
🔸️wenn der Hund die Verbände ständig abbaut - dann ist Halskragenpflicht.

Wie erkennt man eine Entzündung:
🔸️schmerzhaft an dieser Stelle
🔸️es heilt nicht
🔸️starke Lahmheit des Hundes, die nicht besser wird
🔸️Rötungen, Schwellungen
🔸️Fieber, Fressunlust, Schwäche
Hier bitte frühzeitig den Tierarzt aufsuchen!

Verband:
🔸️der sollte auf alle Fälle nicht zu eng sein
🔸️muss mit Watte gepolstert werden
🔸️wasserfestes Material verwenden
🔸️Schuhe immer nach dem Gassi ausziehen
🔸️muss bis zum nächsten Gelenk gewickelt werden

Falls ihr euch die Prozedur nicht zutraut, dann geht auf alle Fälle immer zum Tierarzt. Hier bekommt ihr
auch Schmerzmittel und Entzündungshemmer und die Wunde wird professionell gereinigt.
Falls die Wunde genäht werden muss, ist danach noch mehr auf das Nicht-Schlecken zu achten. Die
Wunde ist zwar „zu“ aber nicht zu 100%, sie muss von unten nach oben nun erstmal zuwachsen. Falls in
diesem Prozess nun Bakterien reinkommen, wäre das ganz fatal und die Heilungsstufen fangen von vorn
an. Nun ein paar Tage Leine, kurze Gassirunden und Ruhe für den Patienten.
Das betroffene Bein muss geschont werden, dass die frischen Schichten der Wundheilung nicht wieder
aufreißen.

Eure Tina
!NO Ibuprofen!
Tina Schäfer
Aus gegebenem Anlass:
Leider mussten letzte Woche 2 Hunde in einer Tierklinik in Deutschland ums Überleben kämpfen.
Sie hatten Ibuprofen von ihren Besitzern gegen Schmerzen bekommen. Ibuprofen ist hochgiftig für Hund
und Katze, es reichen schon kleine Mengen, um schwere Vergiftungserscheinungen auszulösen und auch
den Tod der Tiere herbeiführen kann. Die Patienten bekommen schwere Nierenschäden und innere
Blutungen. Bei schmerzhaften Zuständen eurer Tiere ist ein Tierarztbesuch unumgänglich.

Die gängigen Schmerzmittel in der Tiermedizin sind:

🔸️Metacam
🔸️Rimadyl (nur für Hunde)
🔸️Onsior
…..
Habt ihr einen Verdacht, dass euer Tier Schmerzen zeigt, müsst ihr mitsamt eurem Vierbeiner beim
Tierarzt vorstellig werden, da diese Medikamente verschreibungspflichtig sind, wird kein Tierarzt sie
einfach so auf Verdacht herausgeben, ohne euer Tier gesehen zu haben. Ausnahme ist hier die
Dauermedikation z.B. bei Gelenkserkrankungen. Aber auch hier wird nur der behandelnde Tierarzt die
Medikamente weiter verschreiben. Achtet also darauf, dass ihr vor Wochenenden, Feiertagen und
Urlaubszeit immer genug Schmerzmittel zu Hause habt.

Wie erkennt man Schmerzen:

🔸️Abwehrreaktionen
🔸️jammern, fiepen, jaulen
🔸️Gliedmaßen-Entlastung
🔸️Mühe beim Aufstehen
🔸️gebückte Haltung (Rücken wird nach oben gedrückt)
🔸️Fressunlust
🔸️Bewegungsunlust
🔸️vermehrtes Schlecken an einer Stelle
🔸️zurückweichen bei Berührung

Sollte es doch passieren, dass euer Tier mal mit Ibuprofen versehentlich in Kontakt kommt, muss sofort

der Tierarzt aufgesucht werden. Die Patienten müssen zwingend an eine Infusion, gut beobachtet und
überwacht werden. Bei zeitigem Merken kann auch noch der Magen ausgepumpt werden oder/und die
Tiere zum Erbrechen gebracht werden, bevor das „Gift“ die Blutbahn erreicht.
Für solche 24h Überwachungen eignet sich am besten dann eine Tierklinik, die auch solche intensiven
Überwachungen gewährleisten kann.

Zu den Nebenwirkungen von Schmerzmittel zählen in den meisten Fällen:
🔸️Durchfall und Erbrechen; sollte das anhaltend andauern, muss wahrscheinlich das Schmerzmittel
gewechselt werden.
🔸️Bei Dauermedikation von Schmerzmitteln sollte zu geregelten Abständen das Blut eurer Vierbeiner
untersucht werden, da bei der Dauergabe natürlich auch Nebenwirkungen, vor allem an der Niere,
auftreten können.


Eure Tina

Die sommerlichen Temperaturen
Tina Schäfer

Was gibt es zu beachten:
Auch die Tiere leiden unter hohen Temperaturen, der Überhitzung bis hin zum Hitzschlag.
Das kann sehr schnell auftreten und gefährlich werden bis hin zur Lebensgefahr. Natürlich
wissen wir alle, dass wir unsere Hunde nicht in den überhitzten Autos, wenn auch nur kurz,
zurücklassen sollen, denn hier droht sehr schnell der Hitzschlag und auch der Hitzetod.
Heute soll es aber um die Überhitzung außerhalb des Autos gehen, denn auch hier lauert
eine große Gefahr.
Was sollte vermieden werden:
🔸️Joggen
🔸️neben dem Fahrrad herlaufen
🔸️direkt in der Sonne laufen vor allem zur Mittagszeit
🔸️Apportierspiele vor allem das lange Tragen eines Gegenstandes
🔸️lange Zeit auf Asphalt laufen

Zu den ersten Punkten ist zu sagen, es ist einfach zu heiß für solche Aktivitäten, zumal der
Hund auch kein Ausdauertier ist, sondern nur zu Jagdzwecken kurze intensive Sprints
hinlegt. Wenn diese zwei Sportarten doch sein sollen, dann nur in den frühen
Morgenstunden oder den späten Abendstunden. Dabei ist darauf zu achten, dass sich die
Hunde frei bewegen können und selbst über Tempo entscheiden können. Es müssen auch
immer wieder Pausen im Schatten mit Wasser eingelegt werden und die Strecken sollten
kurzgehalten werden.
Lange Apportierspiele und das Tragen des Balls zum Beispiel sollten bei hohen Temperaturen
deswegen vermieden werden, da der Hund nur über das Hecheln seine Temperatur
regulieren kann. Hunde können außer an den Pfoten nicht schwitzen. Durch das Bewegen
der Zunge wird ein Luftzug simuliert, der die Körpertemperatur reguliert. Wenn das Hecheln
nicht funktionieren kann, weil der Hund ein Ball im Maul hat, droht hier eine Überhitzung.
Ab 30 Grad Außentemperatur heizt sich auch der Asphalt auf. Hier kann es zu schweren
Verbrennungen der Ballen kommen, wenn man länger mit dem Hund darauf läuft. Check
den Asphalt am besten mal selbst mit nackten Füßen oder den Händen, aber Vorsicht -
Verbrennungsgefahr.
Auch Hunde können Sonnenbrand bekommen, vor allem gefährdet sind haarlose Stellen wie
die Nase oder die Ohren oder frisch geschorene Stellen nach einem Tierarztbesuch.
Diese Stellen solltet ihr mit Sonnencreme (für Hunde) schützen oder bei großen kahlen
Stellen sollte ein T-Shirt oder Body zum Schutz vor UV-Strahlen angezogen werden. Auch für
Hunde ist ein Sonnenbrand sehr unangenehm und führt zu Schmerzen.

Wie soll man sich am besten Verhalten bei heißem Wetter:
🔸️Hund nicht im Auto lassen
🔸️längere Spaziergänge auf die frühen Morgenstunden oder die späten Abendstunden
timen, über Mittag nur kurze Runden einplanen
🔸️Schattige Plätze wählen am besten ein Waldspaziergang machen
🔸️auf Sportaktivitäten verzichten
🔸️nur kurze Spieleinheiten danach Spielzeug nicht tragen lassen
🔸️ausreichend Wasser zum Trinken zur Verfügung stellen
🔸️genügend Pausen einlegen im Schatten oder Haus
🔸️für wasserliebende Vierbeiner: Baden lassen

Auch wenn euer Hund nur mit den Beinen ins Wasser geht, bringt dieses auch schon gute
Abkühlung da wie schon erwähnt in den Pfoten auch noch Temperaturzellen sind, die dort
die Körperinnentemperatur regulieren können. Ein Besuch am See, Fluss oder Bach ist also
immer ein Besuch wert. Auch für die weniger begeisterten Hunde. Für alle Wasserliebhaber
ist der Sprung ins kühle Nass natürlich immer ein Vergnügen und eine echte Abkühlung.
Anzeichen einer Überhitzung:
🔸️Körperinnentemperatur bei über 40 Grad
🔸️sehr starkes Hecheln mit zum Teil Atemnot
🔸️starke Unruhe (Anfangsstadium)
🔸️Lethargie mit Bewusstseinsverlust (Hochphase)
🔸️Herzrasen

Was ist jetzt zu tun:
🔸️sofort aus der Sonne raus
🔸️Hund nass machen, vor allem an den Pfoten und dem Kopf
🔸️Eis Akkus zum Runterkühlen verwenden, aber Vorsicht nicht direkt auf die Haut legen
es drohen Erfrierungen
🔸️Temperatur Check - die Temperatur muss sinken
🔸️frisches Wasser bereitstellen aber darauf achten, dass der Hund sich beim Trinken
nicht verschluckt

ACHTUNG:
🔸️wenn die Temperatur nicht sinkt, sondern auch noch steigt
🔸️der Hund droht bewusstlos zu werden
🔸️auf der Seite liegt
🔸️Atemnot auftritt
🔸️die Schleimhäute im Maul oder Augen sich blau verfärben
Sofort einen Tierarzt aufsuchen. Jetzt droht der Hitzschlag und der kann tödlich sein.

Bei allen Kurznasen-Rassen wie Bulldoggen, Möpse, Boxer und Pekinesen ist besonders
Vorsicht geboten bei heißen Temperaturen, denn sie neigen noch schneller zur Überhitzung
und zum Hitzschlag. Hier sollte schon bei ab 20 Grad auf Vorsichtsmaßnahmen geachtet
werden.
Bei Katzen gilt natürlich auch sie bitte nicht im heißen Auto zurückzulassen. Ansonsten
wissen Katzen ganz genau was ihnen gut tut bei sommerlichen Temperaturen. Nachts wird
gejagt und tagsüber im Schatten geschlafen. Bloß keine Aktivitäten. Auch für sie gilt, dass sie
nicht schwitzen können. Tritt bei einer Katze die sogenannte Maulatmung (Hecheln) auf, ist
das keinesfalls normal, sondern bedarf den Tierarzt. Abgesehen für ein Zeichen eines
Hitzschlags ist die Maulatmung bei Katzen ein Zeichen für schwere Atemnot. In der
Anästhesielehre wird immer davon gesprochen, dass Katzen keine kleinen Hunde sind, somit
hecheln nicht zu ihren normalen Aktivitäten gehört.

Eure Tina


 Tipps und Tricks für den Hund im Sommer

 🔸️Wasserschlachten mit dem Hund im Garten

Liebt euer Hund den Wasserschlauch und hat auch nichts dagegen mal nass zu werden? Macht mit ihm im Garten eine Party daraus und veranstaltet eine kleine Wasserschlacht. Der Hund hat Action und ist gleichzeitig im kühlen Nass.

🔸️Hundepool im Garten

Manche Hunde mögen es nicht so gerne nassgespritzt zu werden, lieben allerdings das Wasser. Wenn ein eigener Garten vorhanden ist, ist es eine Idee einen kleinen Hundepool aufzustellen. Die Vierbeiner können drinnen toben und sich abkühlen. Außerdem ist es auch eine gute Abkühlung für uns Zweibeiner.

🔸️Hundeeis im Sommer

Es ist natürlich darauf zu achten, dass der Hundemagen das verträgt. Allerdings kann ein (selbstgemachtes) Hundeeis den Vierbeiner im Sommer auch von innen heraus abkühlen. Dies ist auch ein Tipp für Hunde, die das Wasser nicht ganz so geheuer finden.

🔸️Bürsten

Wichtig für die Hunde im Sommer ist, dass natürlich so viel Luft wie möglich an die Haut kommen kann. Unterstützt euren Vierbeiner, indem ihr das restliche Winterfell (vor allem Unterwolle) gut ausbürstet.

🔸️Gemeinsames Picknick im Schatten

Nehmt euren Hund und legt euch mit ihm in den Schatten. Ihr könnt zusammen Picknicken oder einfach nur die Natur genießen, die Seele baumeln lassen und die Beziehung zu eurem Vierbeiner verbessern.


Hitzefalle Auto

Jeder kennt es - ein schöner Sommervormittag, die Luft ist noch schön angenehm aber die Sonne scheint bereits, es ist herrliches Wetter, man fährt los um mit dem Hund laufen zu gehen und danach denkt man sich: "Ach, wenn ich schon unterwegs bin, dann kann ich ja gleich noch einkaufen gehen! Der Hund kann ja so lange im Auto warten, so heiß ist es ja noch nicht!"
Genau solch ein Gedanke kann für Hunde sehr gefährlich werden. Das Auto heizt schneller auf als man denkt. Auch wenn die Außentemperaturen noch sehr angenehm sind - das Auto wird schnell zur Hitzefalle!
Unten seht ihr eine Tabelle die aufzeigt, wieviel Grad ein Auto innerhalb weniger Minuten erreichen kann.
Lasst eure Hunde deshalb bitte nicht im Auto warten, sie können schnell einen Hitzschlag erleiden der lebensgefährlich werden kann!
Auch beim Radfahren mit Hund im Sommer sollte man vorsichtig sein. Oft sieht man sogar Menschen mitten in der Mittagshitze mit ihrem Hund Fahrrad fahren - kein Witz!
Auch hier droht die Gefahr, dass der Hund überhitzt.
Anzeichen eines Hitzschlags sind:
🔸️ starkes Hecheln
🔸️weit heraushängende Zunge mit gestrecktem Hals
🔸️ starke Rötung der Schleimhäute und der Zunge
🔸️vermehrter Speichelfluss
🔸️Erbrechen
🔸️Herzrasen
🔸️Gleichgewichtsstörungen
🔸️Unruhe bis hin zur Panik
🔸️Teilnahmslosigkeit
Unser Tipp: geht in den frühen Morgen- und späten Abendstunden mit eurem Hund eine größere Runde laufen und lasst ihn mittags zum Geschäft verrichten kurz auf die nächste Wiese, in den Garten oder dreht eine kleinere Runde im Wald oder am Wasser, wo der Hund sich wenigstens etwas abkühlen kann. Vermeidet so gut wie möglich asphaltierte Wege, denn hier kann sich der Hund schnell die Pfoten verbrennen.
Geht sicher, dass für euren Hund jederzeit frisches Trinkwasser bereitsteht.


 Hunde und Kinder

 

 

Ein Thema welches uns immer wieder betrifft: "Der Hund muss weg, er hat das Kind OHNE GRUND gezwickt/angeknurrt!"
Unsere erste Frage dann: "In welcher Situation war das denn?"

 

Und dann kommen die - zumindest für uns und den Hund - logischen Antworten.

 

"Das Kind wollte mit dem Hund im Körbchen kuscheln!", "Das Kind wollte nur Ai-Ai machen!", "Das Kind ist NUR durch die Wohnung und an seinem Körbchen vorbei gerannt"....

 

Wir könnten hier hunderte Antworten aufzählen. Dabei gibt es ein paar einfache Regeln, welche das Leben mit Kind und Hund total einfach und entspannt machen können - vorausgesetzt man kann seinen Hund lesen.
Manche Hunde kommen in Deutschland an und sind von Anfang an völlig entspannt mit Kindern. Andere wiederum zeigen Unsicherheiten und evtl. sogar Angst. Hier ist es einfach wichtig, dass man seinem Kind/seinen Kindern erklärt, dass es nun ein paar Sachen zu beachten hat und dass es Regeln gibt. Wenn das Kind das noch nicht versteht, sind natürlich die Eltern gefragt die Situation abzuschätzen und unter Kontrolle zu behalten. Lecken, den Kopf zur Seite drehen, Ohren anlegen... all das sind Zeichen, dass es dem Hund unangenehm ist. Viele Hunde stehen dann einfach auf und gehen selbst aus der Situation, andere wiederum fangen an zu knurren. Wichtig ist hier dann, das Kind vom Hund wegzuholen und den Hund dabei nicht zu schimpfen! Denn anders kann er es kaum deutlicher ausdrücken, dass er etwas nicht mag und wenn man ihn jedes Mal schimpft wenn er sein Unbehagen ausdrückt, kann es sein, dass er das nächste Mal direkt zuschnappt.

 

Die wichtigsten Regeln zusammengefasst:

 

- das Kind hat im Hundekörbchen nichts verloren, schon gar nicht wenn der Hund darin schläft

 

- Der Hund benötigt einen Rückzugsort zu dem das Kind keinen Zugang hat

 

- Kind und Hund NIEMALS alleine lassen
- Hundenäpfe sind tabu, wenn die Hunde gerade am fressen sind. Ebenso Knochen und andere Kauartikel
- "Ai-Ai" mag nicht jeder Hund (weil auf Augenhöhe, meist schauen die Kinder den Hunden dann noch direkt in die Augen), deshalb auf Zeichen des Hundes achten
- Ohren, Rute und Fell sind kein Spielzeug, es wird also nicht daran gezogen!
- Auf den Hund achten wenn das Kind durch die Wohnung rennt, sollte es ihm unangenehm sein dem Kind erklären, dass es langsam machen soll, oder den Hund zu seinem Rückzugsort bringen zu dem das Kind keinen Zugang hat
- Wenn der Hund die Situation selbstständig verlässt ist das ok, nicht zurückholen sondern ihm die Möglichkeit geben sich zurückzuziehen
- wenn der Hund knurrt nicht schimpfen, Kind aus der Situation holen und ggf. erklären, wieso der Hund geknurrt hat


Meldet euch bei Problemen IMMER bei einem Hundetrainer und nicht in irgendwelchen Facebook Gruppen. Aus der Ferne sind Probleme meist schwer zu beurteilen.


Einen guten Wochenstart wünscht euch eure PetCrew ♡



Unsere Herzenstipps für euch

  • Hitzetipp1
  • Hitzetipp2
  • Hitzetipp3
  • Hitzetipp4

 Hunde Apotheke

 



Nicht selten passiert es am Wochenende: Dein Vierbeiner hat sich verletzt, hinkt und hat Schmerzen oder bekommt Durchfall.
Da ist es sinnvoll, wenn man zu Hause eine "Hunde-Apotheke" zur Verfügung hat.
Hier ein kleiner Leitfaden für mögliche Medikamente und Alternativen. Dabei möchte ich darauf hinweisen,  dass der Gang zum Tierarzt bei anhaltenden Problemen unumgänglich ist!

 

● Bindehautentzündung:

 

Vor allem Welpen oder Junghunde haben oft eine Bindehautentzündung. Die Bindehaut im Auge ist rot und das Auge kann vereitert sein.

 

- Homöopathische Augentropfen, die sind frei verkäuflich, z.B. Euphrasia

 

●Wunden:

 

Bei Wunden kommt es natürlich auf die Wundart an, wie diese behandelt bzw. Verbunden werden soll oder ob man sofort den Tierarzt aufsucht. Aber die Erstversorgung ist oftmals schon eine Hilfe.Wichtig ist die Kontrolle auf Fremdkörper (Glasscherbe, Stachel).

 

- Zugsalbe oder Silberspray, Desinfektionsspray, Kompressen,  Elastische Binde

 

●Schmerzen:

 

Eure Schützlinge leiden oft still. Zeigen sie dennoch sichtbare Schmerzen, z.B. wenn sie sich die Pfoten vertreten haben, dann hilft:

 

- z.B. Metacam ( vom Tierarzt) oder Traumeel

 

●Übelkeit:

 

Zeichen von Übelkeit, z.B. wenn der Hund das Autofahren nicht verträgt sind: Schmatzen, auffälliger Speichelfluss, leeres Schlucken und Unruhe. Die Vierbeiner helfen sich oft selbst, indem sie Gras fressen.

 

- viel trinken anbieten, Globuli: Nux vomica, Sirup oder Dragees gegen Übelkeit ( Rücksprache Tierarzt).

 

●Durchfall:

 

Wenn der Hund unter Durchfall leidet, ist es ein sicheres Zeichen, für eine gestörte Magen-Darm-Funktion ( nicht zu verwechseln mit weichem Stuhlgang). Ursachen können viele sein.

 

Begleiterscheinungen können Fieber,  wenig Durst und Appetit,  Lethargie, manchmal auch Erbrechen sein.

 

- mehrere kleine Futtermengen über den Tag verteilt

 

Schonkost ( Reis,  fettarme Hühnerfleisch,  dazu püriertes Gemüse, am Besten Karotte)

 

Morsche Karottensuppe ( bindet den Kot)

 

Geriebener Apfel oder Banane

 

Zarte Haferflocken gekocht

 

Für den Salzhaushalt Gemüsebrühe trinken lassen ( stark verdünnt)

 

Wichtig: spätesten nach 3 Tagen den Tierarzt aufsuchen,  die Tipps ersetzen nicht den Tierarztbesuch. Es droht Austrocknung und Mineralmangel.
Ich hoffe, der Beitrag kann euch eine Hilfe sein!

 

 

FIV - Felines Immundefizienz Virus

(oder besser bekannt als Katzen AIDS)

 

"Ums einfach näher zu bringen was es bedeutet

 

Als ich vor 2 Jahren bei PetCrew anfing hatte ich Kater Miki in die Vermittlung bekommen er wurde pos. auf FIV getestet. Ich dachte wow das wird schwer ihn zu vermitteln, grad weil er ein Fiver'le ist wie ich sie dann liebevoll nenne.. Klar FIV Katzen haben gewisse Einschränkungen die man berücksichtigen muss und ich anfangs dachte das es nicht leicht wird solche Katzen zu vermitteln. Weil sie keinen Freigang haben dürfen, oder nur mit Leidgenossen zusammen leben dürfen um das Risiko zu minimieren. Oder vlt. dann nur alleine vermittelt werden können. Wenn die Voraussetzungen passen ist das alles kein Problem.
Logisch der erste Gedanke ich möchte keine kranke Katze, deswegen werden sie leider oft lange übersehen. Aber Warum???
FIV ist eine Viruserkrankung der Katzen die nicht auf Mensch oder andere Tiere  übertragbar ist, eine inf. Katze steckt einen Artgenossen an, bei einem richtigen Katzenbiss. Auch inf. trächtige Katzen können dies im Mutterleib übertragen.
FIV ist eine Immunschwäche, ums einfach zu erklären :

 

Schnupfen, Augenentzündungen,  Magen-Darm Infekte etc.  sollten  gleich behandelt werden weil sie schneller angreifbar sind, unbehandelt ist das Risiko chronisch zu werden gegeben aber für ein Fiver'le nahezu ein schnelleres Todesurteil durch diese Immunschwäche, wenn die Organe angegriffen werden.

 

OP Wunden brauchen im Heilungsverlauf evtl. länger da es zu Infektionen kommen kann

 

Auch "FORL" eine Erkrankung der Zähne woran auch 25-30% der gesunden Katzen erkranken können.. Muss man bei einer FIV Katze strenger kontrollieren lassen. ggf. müssen Zähne gezogen werden weil auch diese Infektionen verursachen.


Nahezu für jede Katze die auf der Straße lebt mit FIV sind die  Lebenserwartungen  nicht sehr hoch.. Stress, Krankheit, der Kampf ums Futter.. Keiner da wo sich kümmert.. Wird einen qualvollen Tod erleiden wenn das Immunsystem zusammenbricht .. Wollen wir das??
So hat eine Fiv Katze in liebevoller und sicherer Umgebung, gutes Futter,  1-2x jährlich Kontrollen beim Tierarzt Zähne /gr. Blutbild, Organfunktionen etc. können ein normales Katzenalter erreichen..
Miki wurde vermittelt er und sein Katzenpapa passen zusammen, ich sag immer wie "Arsch auf Eimer"  und nach einiger Zeit kam  Gracie in die Familie.

 

Auch Ares und Loki wurden liebevoll in ihrer Familie aufgenommen. Und Stehen im Mittelpunkt 

 

OPI Odin (Arthurito)unser Fiver'le Stammesältester(10 Jahre) durfte vor kurzem zu seiner neuen Mutti... Er mag nur keine anderen Katzen

 

Ja und Aby mein aktuell letzter in der Vermittlung hat wenn alles klappt auch eine Familie gefunden, drückt mir die Daumen 

 

Allesamt sind bei Menschen, die sich bewusst sind was FIV heißt. Sie sehen sie als normale Katzen an die einfach  öfters mal zum Tierarzt gehen.

 

Wir werden immer wieder Katzen mit FIV in der Vermittlung haben. Und ich wünsche mir von Herzen Menschen zu finden die ihnen diese Chance auf ein glückliches Katzenleben ermöglichen. Und sich nicht davon abschrecken lassen.
Ich hoffe ich konnte euch FIV so  ein Stück näher bringen, sich Gedanken zu machen.

 

Sie brauchen uns!

Mythos „Dominanz“



Kennt ihr diese Aussage von HundehalternInnen:
„Mein Hund ist halt dominant“?

 

Vermutlich haben die meisten von uns diesen Satz schon mal irgendwo bei irgendeiner Artgenossen Begegnung gehört?! Oder denkt und sagt ihr das vtl. sogar über euren eigenen Hund?


Wenn ja: was macht das mit euch, eurem Hund, eurer Sicht auf ihn und was macht es im Weiteren mit den Menschen, denen ihr sowas erzählt? 

 

Fragen über Fragen… 
Aus wissenschaftlichen Kreisen stammen nahezu alle Theorien über Dominanz und Rangordnung aus Studien an Primaten. Die Ergebnisse daraus wurden fälschlicherweise auf die Mensch-Hund- und auf die Hund-Hund-Beziehung um- bzw. von Autor zu Autor absatzweise abgeschrieben. So grassiert bis heute ein „gefährliches Halbwissen“ über dieses Thema – obendrein befeuert von unwissenden Trainerinnen und Trainern.


Oft genug dient das Wort „Dominanz“ als Erklärungs- oder gar Entschuldigungsansatz für überforderte/ideenlose oder gar gleichgültige HundebesitzerInnen.

 

Die gute Nachricht ist, dass den ersten beiden Gruppen geholfen werden kann…

 

Was ist denn nun eigentlich “Dominanz“? Verhaltensbiologisch ist es jedenfalls keine pauschale Eigenschaft, sondern genau genommen eine Beziehung - eine Hochkomplexe und Wechselhafte dazu.

 

Denn zum Erkennen und situativ korrekten Einordnen von Dominanz gehören immer mindestens zwei Individuen. Erstaunlicherweise funktioniert Dominanz auch nicht einem physikalischen Gesetz von Druckverteilung folgend von oben nach unten.

 

Nein, es ist genau umgekehrt – der Rangniedere muss die Ansprüche des (vermeintlich) Ranghöheren durch sein eigenes Verhalten überhaupt erst anerkennen/ermöglichen.

 

Die Summe unterschiedlicher Dominanzbeziehungen innerhalb eines familiären Rudels oder gar einer losen Vergesellschaftung von Hunden (nichts anderes sind z.B. auch Mehrhundhaltungen, obwohl zumeist anders bezeichnet) sind nur durch wiederholte und damit reproduzierbare Beobachtungen in ihrer Aussage statthaft. Alles andere sind zufällige, meist um eine Ressource (Futter, Spielzeug etc.) ausgetragene Besitzansprüche.

 

Spannender Weise werden diese Ellbogentechniken - analog zu mittleren, menschlichen Führungsebenen in Firmen - von Hunden des sog. „Beta“-Typs (keinen genauen Plan, keine Ruhe, kein Standing, keine Führungskompetenzen… aber trotzdem überall mitmischen und ungefragter Weise kommentieren wollen) gezeigt.

 

Grund dafür sind wiederum fehlende Strukturen, Routinen, Sicherheit, Gelassenheit usw. die der Mensch seinem Hund geben sollte, woran es jedoch in vielen Fällen mangelt.

 

Aber das ist ein anderes Thema...

 

Fazit: Eines ist Dominanz mit Sicherheit nicht - nämlich Aggression!

 

Ein souveräner Hund hat es an vielen Stellen gar nicht nötig, sich aggressiv zu zeigen. Er wirkt einfach durch Ausstrahlung und vermittelt damit den anderen Hunden seinen Status.

 

Arbeitet daher mit euren Hunden mehr nach dem Motto: „Die Ruhe wird belohnt“.

 

Konntet ihr etwas mit diesen kurzen, ersten Einblicken zum Thema anfangen und den Denkansatz dahinter verstehen? Gebt uns und anderen hier auf unserer Seite gern eure Meinung und eure Erfahrungen rund um den Mythos „Dominanz“ – wir freuen uns auf eure Feedbacks...

 

(Bild-Quelle: wamiz.de)

 

 

 Auslastung



Das Thema Auslastung ist gerade in der Welt der Hundehalter immer präsent. Sei es im Sommer, wenn es besonders heiß ist, oder im Herbst/Winter, wenn das Wetter nicht gerade zu langen Spaziergängen einlädt. Aber auch im Alltag kommt dieses Thema immer wieder zum Vorschein.  

 

Wir sind ja ein besonders großer Fan der geistigen Auslastung, allerdings möchte ich ganz klar sagen, dass zwischen Auslastung und Überforderung oft nur ein schmaler Grad liegt. Das gilt für die geistige, wie auch die körperliche Beschäftigung. Achtet bitte immer auf genügend Pausen und eine an das Wetter angepasste Aktivität.  

 

So zurück zum Thema, hier sind wir sehr vielseitig, um den Hunden viel Abwechslung zu bieten. So gibt es bei uns immer wieder:  

 

-Arbeit mit dem Dummy 

 

-Tricktraining  

 

-Agility  

 

-Impulskontrolle  

 

-Nasenarbeit 

 

-Zughundesport 

 

-Longieren   

 

Gerade im Sommer, beschäftigen wir viel die Nase und das Hirn unserer Hunde, Spaziergänge werden auf die kühleren Tageszeiten verschoben. Bei schlechtem Wetter darf es dann auch gern mal eine Runde Fahrrad fahren oder Dummyarbeit sein. Hier sind die Hunde schon nach kürzerer Zeit ziemlich müde

 


Wie beschäftigt ihr eure Hunde? Welche Sparte macht euch und euren Hunden am meisten Spaß? Ich bin gespannt auf eure Meinung, Ideen und Erzählungen.