PetCrew e.V.

 

Thema der Woche

Hunde-Apotheke

Nicht selten passiert es am Wochenende: Dein Vierbeiner hat sich verletzt, hinkt und hat Schmerzen oder bekommt Durchfall.
Da ist es sinnvoll, wenn man zu Hause eine "Hunde-Apotheke" zur Verfügung hat.
Hier ein kleiner Leitfaden für mögliche Medikamente und Alternativen. Dabei möchte ich darauf hinweisen,  dass der Gang zum Tierarzt bei anhaltenden Problemen unumgänglich ist!

● Bindehautentzündung:
Vor allem Welpen oder Junghunde haben oft eine Bindehautentzündung. Die Bindehaut im Auge ist rot und das Auge kann vereitert sein.
- Homöopathische Augentropfen, die sind frei verkäuflich, z.B. Euphrasia

●Wunden:
Bei Wunden kommt es natürlich auf die Wundart an, wie diese behandelt bzw. Verbunden werden soll oder ob man sofort den Tierarzt aufsucht. Aber die Erstversorgung ist oftmals schon eine Hilfe.Wichtig ist die Kontrolle auf Fremdkörper (Glasscherbe, Stachel).
- Zugsalbe oder Silberspray, Desinfektionsspray, Kompressen,  Elastische Binde

●Schmerzen:
Eure Schützlinge leiden oft still. Zeigen sie dennoch sichtbare Schmerzen, z.B. wenn sie sich die Pfoten vertreten haben, dann hilft:
- z.B. Metacam ( vom Tierarzt) oder Traumeel

●Übelkeit:
Zeichen von Übelkeit, z.B. wenn der Hund das Autofahren nicht verträgt sind: Schmatzen, auffälliger Speichelfluss, leeres Schlucken und Unruhe. Die Vierbeiner helfen sich oft selbst, indem sie Gras fressen.
- viel trinken anbieten, Globuli: Nux vomica, Sirup oder Dragees gegen Übelkeit ( Rücksprache Tierarzt).

●Durchfall:
Wenn der Hund unter Durchfall leidet, ist es ein sicheres Zeichen, für eine gestörte Magen-Darm-Funktion ( nicht zu verwechseln mit weichem Stuhlgang). Ursachen können viele sein.
Begleiterscheinungen können Fieber,  wenig Durst und Appetit,  Lethargie, manchmal auch Erbrechen sein.
- mehrere kleine Futtermengen über den Tag verteilt
Schonkost ( Reis,  fettarme Hühnerfleisch,  dazu püriertes Gemüse, am Besten Karotte)
Morsche Karottensuppe ( bindet den Kot)
Geriebener Apfel oder Banane
Zarte Haferflocken gekocht
Für den Salzhaushalt Gemüsebrühe trinken lassen ( stark verdünnt)
Wichtig: spätesten nach 3 Tagen den Tierarzt aufsuchen,  die Tipps ersetzen nicht den Tierarztbesuch. Es droht Austrocknung und Mineralmangel.

Ich hoffe, der Beitrag kann euch eine Hilfe sein!


"Ums einfach näher zu bringen was es bedeutet"

FIV - Felines Immundefizienz Virus
(oder besser bekannt als Katzen AIDS)

Als ich vor 2 Jahren bei PetCrew anfing hatte ich Kater Miki in die Vermittlung bekommen er wurde pos. auf FIV getestet. Ich dachte wow das wird schwer ihn zu vermitteln, grad weil er ein Fiver'le ist wie ich sie dann liebevoll nenne.. Klar FIV Katzen haben gewisse Einschränkungen die man berücksichtigen muss und ich anfangs dachte das es nicht leicht wird solche Katzen zu vermitteln. Weil sie keinen Freigang haben dürfen, oder nur mit Leidgenossen zusammen leben dürfen um das Risiko zu minimieren. Oder vlt. dann nur alleine vermittelt werden können. Wenn die Voraussetzungen passen ist das alles kein Problem.

Logisch der erste Gedanke ich möchte keine kranke Katze, deswegen werden sie leider oft lange übersehen. Aber Warum???

FIV ist eine Viruserkrankung der Katzen die nicht auf Mensch oder andere Tiere  übertragbar ist, eine inf. Katze steckt einen Artgenossen an, bei einem richtigen Katzenbiss. Auch inf. trächtige Katzen können dies im Mutterleib übertragen.

FIV ist eine Immunschwäche, ums einfach zu erklären :
Schnupfen, Augenentzündungen,  Magen-Darm Infekte etc.  sollten  gleich behandelt werden weil sie schneller angreifbar sind, unbehandelt ist das Risiko chronisch zu werden gegeben aber für ein Fiver'le nahezu ein schnelleres Todesurteil durch diese Immunschwäche, wenn die Organe angegriffen werden.
OP Wunden brauchen im Heilungsverlauf evtl. länger da es zu Infektionen kommen kann
Auch "FORL"eine Erkrankung der Zähne woran auch 25-30% der gesunden Katzen erkranken können.. Muss man bei einer FIV Katze strenger kontrollieren lassen. ggf. müssen Zähne gezogen werden weil auch diese Infektionen verursachen.

Nahezu für jede Katze die auf der Strasse lebt mit FIV sind die  Lebenserwartungen  nicht sehr hoch.. Stress, Krankheit, der Kampf ums Futter.. Keiner da wo sich kümmert.. Wird einen qualvollen Tod erleiden wenn das Immunsystem zusammenbricht .. Wollen wir das??

So hat eine Fiv Katze in liebevoller und sicherer Umgebung, gutes Futter,  1-2x jährlich Kontrollen beim Tierarzt Zähne /gr. Blutbild, Organfunktionen etc. können ein normales Katzenalter erreichen..

Miki wurde vermittelt er und sein Katzenpapa passen zusammen, ich sag immer wie "Arsch auf Eimer"  und nach einiger Zeit kam  Gracie in die Familie.
Auch Ares und Loki wurden liebevoll in ihrer Familie aufgenommen. Und Stehen im Mittelpunkt 
OPI Odin (Arthurito)unser Fiver'le Stammesältester(10 Jahre) durfte vor kurzem zu seiner neuen Mutti... Er mag nur keine anderen Katzen

Ja und Aby mein aktuell letzter in der Vermittlung hat wenn alles klappt auch eine Familie gefunden,drückt mir die Daumen 
Allesamt sind bei Menschen, die sich bewusst sind was FIV heißt. Sie sehen sie als normale Katzen an die einfach  öfters mal zum Tierarzt gehen.

Wir werden immer wieder Katzen mit FIV in der Vermittlung haben. Und ich wünsche mir von Herzen Menschen zu finden die ihnen diese Chance auf ein glückliches Katzenleben ermöglichen. Und sich nicht davon abschrecken lassen.

Ich hoffe ich konnte euch FIV so  ein Stück näher bringen, sich Gedanken zu machen.
Sie brauchen uns!


Mythos „Dominanz“

Kennt ihr diese Aussage von HundehalternInnen:
„Mein Hund ist halt dominant“?

Vermutlich haben die meisten von uns diesen Satz schon mal irgendwo bei irgendeiner Artgenossen Begegnung gehört?! Oder denkt und sagt ihr das vtl. sogar über euren eigenen Hund?

Wenn ja: was macht das mit euch, eurem Hund, eurer Sicht auf ihn und was macht es im Weiteren mit den Menschen, denen ihr sowas erzählt? 
Fragen über Fragen…

Aus wissenschaftlichen Kreisen stammen nahezu alle Theorien über Dominanz und Rangordnung aus Studien an Primaten. Die Ergebnisse daraus wurden fälschlicherweise auf die Mensch-Hund- und auf die Hund-Hund-Beziehung um- bzw. von Autor zu Autor absatzweise abgeschrieben. So grassiert bis heute ein „gefährliches Halbwissen“ über dieses Thema – obendrein befeuert von unwissenden Trainerinnen und Trainern.

Oft genug dient das Wort „Dominanz“ als Erklärungs- oder gar Entschuldigungsansatz für überforderte/ideenlose oder gar gleichgültige HundebesitzerInnen.
Die gute Nachricht ist, dass den ersten beiden Gruppen geholfen werden kann…

Was ist denn nun eigentlich “Dominanz“? Verhaltensbiologisch ist es jedenfalls keine pauschale Eigenschaft, sondern genau genommen eine Beziehung - eine Hochkomplexe und Wechselhafte dazu.
Denn zum Erkennen und situativ korrekten Einordnen von Dominanz gehören immer mindestens zwei Individuen. Erstaunlicherweise funktioniert Dominanz auch nicht einem physikalischen Gesetz von Druckverteilung folgend von oben nach unten.
Nein, es ist genau umgekehrt – der Rangniedere muss die Ansprüche des (vermeintlich) Ranghöheren durch sein eigenes Verhalten überhaupt erst anerkennen/ermöglichen.

Die Summe unterschiedlicher Dominanzbeziehungen innerhalb eines familiären Rudels oder gar einer losen Vergesellschaftung von Hunden (nichts anderes sind z.B. auch Mehrhundhaltungen, obwohl zumeist anders bezeichnet) sind nur durch wiederholte und damit reproduzierbare Beobachtungen in ihrer Aussage statthaft. Alles andere sind zufällige, meist um eine Ressource (Futter, Spielzeug etc.) ausgetragene Besitzansprüche.
Spannender Weise werden diese Ellbogentechniken - analog zu mittleren, menschlichen Führungsebenen in Firmen - von Hunden des sog. „Beta“-Typs (keinen genauen Plan, keine Ruhe, kein Standing, keine Führungskompetenzen… aber trotzdem überall mitmischen und ungefragter Weise kommentieren wollen) gezeigt.
Grund dafür sind wiederum fehlende Strukturen, Routinen, Sicherheit, Gelassenheit usw. die der Mensch seinem Hund geben sollte, woran es jedoch in vielen Fällen mangelt.
Aber das ist ein anderes Thema...

Fazit: Eines ist Dominanz mit Sicherheit nicht - nämlich Aggression!
Ein souveräner Hund hat es an vielen Stellen gar nicht nötig, sich aggressiv zu zeigen. Er wirkt einfach durch Ausstrahlung und vermittelt damit den anderen Hunden seinen Status.
Arbeitet daher mit euren Hunden mehr nach dem Motto: „Die Ruhe wird belohnt“.

Konntet ihr etwas mit diesen kurzen, ersten Einblicken zum Thema anfangen und den Denkansatz dahinter verstehen? Gebt uns und anderen hier auf unserer Seite gern eure Meinung und eure Erfahrungen rund um den Mythos „Dominanz“ – wir freuen uns auf eure Feedbacks...
(Bild-Quelle: wamiz.de)

Auslastung 

Das Thema Auslastung ist gerade in der Welt der Hundehalter immer präsent. Sei es im Sommer, wenn es besonders heiß ist, oder im Herbst/Winter, wenn das Wetter nicht gerade zu langen Spaziergängen einlädt. Aber auch im Alltag kommt dieses Thema immer wieder zum Vorschein.  

Wir sind ja ein besonders großer Fan der geistigen Auslastung, allerdings möchte ich ganz klar sagen, dass zwischen Auslastung und Überforderung oft nur ein schmaler Grad liegt. Das gilt für die geistige, wie auch die körperliche Beschäftigung. Achtet bitte immer auf genügend Pausen und eine an das Wetter angepasste Aktivität.  

So zurück zum Thema, hier sind wir sehr vielseitig, um den Hunden viel Abwechslung zu bieten. So gibt es bei uns immer wieder:  

-Arbeit mit dem Dummy 
-Tricktraining  
-Agility  
-Impulskontrolle  
-Nasenarbeit 
-Zughundesport 
-Longieren   

Gerade im Sommer, beschäftigen wir viel die Nase und das Hirn unserer Hunde, Spaziergänge werden auf die kühleren Tageszeiten verschoben. Bei schlechtem Wetter darf es dann auch gern mal eine Runde Fahrrad fahren oder Dummyarbeit sein. Hier sind die Hunde schon nach kürzerer Zeit ziemlich müde

Wie beschäftigt ihr eure Hunde? Welche Sparte macht euch und euren Hunden am meisten Spaß? Ich bin gespannt auf eure Meinung, Ideen und Erzählungen.